Bei uns in Spanien geht das Telefon
Am and´ren Ende höre ich ´nen Ton.
Anna sagt, sie wolle Hochzeit machen.
Wir sollten packen uns´re sieben Sachen.
Am nächsten Tag kommt noch ein Brief,
In dem auch Tim zu seiner Hochzeit rief.
Er komme extra aus Amerika,
Weshalb sein Datum Wochen später war.
Das heißt, wir mußten länger bleiben,
Uns 3 Wochen lang die Zeit vertreiben.
3 Wochen im Hotel, das halte ich nicht aus.
Wir suchten uns ´ne Wohnung, oder ´n Haus.
Im Internet, da fanden wir
´ne Wohnung rasch in Buxtehude hier,
Die heißt „Allegro“ und scheint adrett,
Der Kontakt zu Familie Schmidt ist gleich sehr nett.
Als Antje mir so schreibt, was ihre Wohnung biete,
Nehm ich sie gleich und gern zur Miete.
Das Flugzeug kommt ganz pünktlich an,
Das Auto haben wir auch irgendwann.
Die Neue Straße findet Helga, unser Navi, schnell heraus,
So stehen pünktlich wir vorm weißen Haus.
Versteckt liegt es hinter Busch und Strauch,
das „Allegro“ hoch am Giebel find ´ich auch.
Am Eingang wartet schon Herr Schmidt
Und nimmt uns in die Wohnung mit.
Herr Schmidt erklärt und er betont,
Hier habe Opa schon gewohnt.
Jedes Zimmer dekoriert ganz liebevoll,
Hier läßt sich’s Urlaub machen sicherlich ganz toll.
Leicht und beschwingt - Franzosen´s Flair
Auf dem Fensterbrett da stehen Wagner und Moliere.
An den Wänden Wegners Bilder, Poster von Cezanne,
gegenüber eins von Liebermann.
Und im Eßzimmer da drüben
Wird Herr Holbein gar beschrieben.
Doch die größte Freudenquelle
Sind des Wegners Aquarelle
Und die Zeichnungen mit der Feder
Sind vorzüglich, das sieht jeder.
Inmitten seiner Bilder hängt ein Foto mit ihm selber drauf.
Darunter kann man finden seinen Lebenslauf.
Und ich will auch nicht verhehlen,
Daß Geräte hier nicht fehlen.
Internet, Radio und T-Vau
Sind alle da, wenn´s Wetter mal ist grau.
Dafür bekommt der Wettergott nun Schelte,
denn es gibt reichlich Regen und auch Kälte.
Dennoch wird uns niemals kalt,
im Juli läuft die Heizung halt.
Doch wenn Ihr glaubt, es gibt nur Regen,
Da kann nur sagen ich, von wegen!
Denn die beiden letzten Wochen
Kommt die Sonne rausgekrochen
Und verwandelt die Natur bis abends weit nach acht
In eine wunderschöne Farbenpracht.
So sitzen wir im schönen Garten oft recht lang
Beim Glase Wein, ganz ohne Zwang,
Wo die Hortensien blüh´n, nicht mehr der Flieder.
Wir haben uns sehr wohlgefühlt und kommen gerne wieder.
Ihre Kristina u. Friedrich Gierthmühlen
Jávea/Alicante |